Suspensionstrauma: Unterschätzen Sie es nicht!

01 Oktober 2021
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Wenn ein Arbeitnehmer bei der Ausführung einer Arbeit in der Höhe abstürzt, wird er zwar in seinem Gurtzeug eingeklemmt, aber damit ist die Gefahr leider noch nicht vorbei. Die Blutzirkulation des gestürzten Arbeiters wird eingeschränkt, was ein sogenanntes Hängetrauma verursacht.

In der Absturzsicherungsbranche gibt es eine anhaltende Debatte über das Ausmaß des Risikos eines Hängetraumas. Obwohl es nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die sich direkt mit dem Hängetrauma befassen, ist die Physiologie des Körpers ausreichend bekannt, um zu zeigen, dass dieser Zustand tödlich sein kann.

WORIN BESTEHT SIE?

 

Eine der Methoden, um einen Arbeitnehmer in der Höhe vor einem Absturz zu schützen, ist die Absturzsicherung. In diesem Fall verfügt man über eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie z. B. einen Auffanggurt und ein daran befestigtes Verbindungsmittel, mit dem der Arbeitnehmer an einem Anschlagpunkt gesichert wird.

 

Mit diesem sehr nützlichen Ausrüstungsgegenstand wird verhindert, dass der Arbeitnehmer auf den Boden aufschlägt. Das Problem beginnt jedoch genau hier, nämlich dann, wenn der angehaltene Arbeiter noch am Auffanggurt hängt. Während dieser Zeit der Aufhängung beginnt sich die subtilste und unheimlichste Gefahr einzuschleichen: das Hängetrauma.

 

Wie das INAIL treffend erklärt, handelt es sich um ein Harness-Syndrom (oder träge Aufhängung des Körpers), d. h. „nach einem Sturz, wenn man am Auffanggurt hängen bleibt, kann es innerhalb weniger Minuten zu dieser besonderen Pathologie kommen. Dabei quetschen die Beinschlaufen des Auffanggurtes die Oberschenkelarterien in den Beinen ein, wodurch die Blutzirkulation unterbrochen wird. Infolgedessen staut sich das Blut in den unteren Gliedmaßen, was zu einem verminderten venösen Rückfluss zum Herzen, einem kardiovaskulären Kollaps, Herzstillstand und Tod führt.

 

WIE KANN EIN HÄNGETRAUMA VERMIEDEN WERDEN?

 

Zum Glück gibt es eine einfache Lösung, um sich vor einem Hängetrauma zu schützen: persönliche Schutzausrüstung, die so genannten Traumagurte. Traumagurte sind ein Paar Gurte, einer mit Haken, der andere mit Ringen, an denen die Haken befestigt werden können. Sie werden in Taschen aufgerollt und an der Hüfte am Auffanggurt befestigt. Wenn ein Arbeiter stürzt und stehen bleibt, rollt er die Gurte zusammen, hakt sie ein und stützt sein Gewicht auf die Gurte. Dadurch kann der gestürzte Arbeiter in seinem Auffanggurt aufstehen, seine Beinmuskeln benutzen, seine Arterien entlasten und den Blutkreislauf wiederherstellen, bis Hilfe eintrifft. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Auffanggurte mit Anti-Trauma-Gurten ausgestattet sind. Leider stellen einige Arbeitnehmer fest, dass die Hüfttaschen die Werkzeugtaschen oder andere Ausrüstungsgegenstände behindern, und entfernen daher die Traumagurte.

 

ERSTE HILFE BLEIBT ENTSCHEIDEND

 

Wenn ein Arbeitnehmer stürzt und die Wucht des Aufpralls groß genug ist, kann er ohnmächtig werden. In diesem Fall ist der Arbeiter nicht in der Lage, die Traumagurte zu öffnen, und er hängt im Auffanggurt, ohne Unterstützung für die Beine, bis Hilfe eintrifft. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen Rettungsplan zu erstellen.

 

SCHLUSSFOLGERUNG

 

Ein Hängetrauma ist ein ernstzunehmendes Risiko für Arbeitnehmer in der Höhe. Und wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, bestätigt die physiologische Reaktion auf die bekannten Symptome eines Hängetraumas, dass dieses Risiko tödlich sein kann. Es können jedoch einfache Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko eines Hängetraumas zu verringern, z. B. Traumagurte an allen Absturzsicherungen, ein Absturzsicherungsplan für alle Arbeiten in der Höhe, der auch einen Rettungsplan enthält, und eine Schulung über die Risiken der Verwendung von Absturzsicherungen.

Wenn wir besser verstehen, was ein Hängetrauma ist und wie es sich auf den Körper auswirkt, können wir die Risiken besser planen und die Sicherheit bei unserer Arbeit weiter verbessern.

Wenn Sie weitere Informationen über den Bereich der Arbeitssicherheit benötigen, finden Sie weitere Artikel auf unserer Website www.spiderlineevita.it.

Und wenn Sie einen Rat brauchen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Nummer +39 0363 998 040 E-Mail progettazione@lineevita.it


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