Arbeiten in der Höhe: Risikofaktoren im Bauwesen

Wenn wir von Arbeiten in der Höhe sprechen, beziehen wir uns auf unterschiedliche Arten von Tätigkeiten, die in vielen Branchen ausgeführt werden und bei denen in einer Höhe von mehr als 2 Metern über einer stabilen Ebene gearbeitet wird (Arbeiten in der Höhe). Zahlreiche Erhebungen der vergangenen Jahre – auch die aktuellsten – bestätigen, dass die häufigste Unfallursache im Bauwesen Stürze aus der Höhe oder in die Tiefe sind (enge Räume).

Der Bausektor weist im Vergleich zu anderen Branchen die höchsten Werte auf. Auf Grundlage der jüngsten Analyse von INAIL, die in Datenblatt 18 detailliert beschrieben ist, wurden zwischen 2014 und 2018 durchschnittlich rund 32.000 Arbeitsunfälle pro Jahr registriert, was etwa 10 % der Gesamtfälle entspricht.

Das Unfallrisiko in diesem Sektor variiert – wie im Bericht beschrieben – je nach Tätigkeit.

Der Bereich Bauwesen (ATECO 2007) umfasst drei Hauptsparten:

Alle drei Sparten weisen ein überdurchschnittliches Risikoniveau auf.

Die häufigsten Unfallarten im Bauwesen (Abbildung 3) sind Stürze von Personen aus der Höhe, die allein mehr als die Hälfte der Unfälle (54 %) ausmachen, gefolgt von herabfallenden Gegenständen oder Lasten auf Arbeiter (12 %) sowie Kontrollverlusten beim Führen von Maschinen (7 %). Zusammen machen diese drei Unfallarten fast drei Viertel der analysierten Daten aus. (Quelle: Überwachungssystem für tödliche und schwere Arbeitsunfälle)

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Stürze von Personen überwiegend von Arbeitsmitteln für Arbeiten in der Höhe wie Gerüsten und Leitern sowie von Dächern, Abdeckungen oder anderen erhöhten Bereichen wie Decken und Balkonen erfolgen, die nicht über die erforderlichen Schutzsysteme gegen Absturz verfügen.

Bei Stürzen aus der Höhe hängen die kritischen Faktoren laut INAIL-Daten größtenteils mit der Verwendung von PSA und den angewandten Arbeitsverfahren zusammen.

Die Datenbank Infor.Mo ermöglichte die Identifizierung von rund 1.173 Risikofaktoren. Fehler in den Arbeitsabläufen treten „sowohl aufgrund spontaner Handlungen (54 %) als auch aufgrund organisatorischer und managementbezogener Probleme wie mangelnder Schulung, Information und Unterweisung (17 %) sowie durch in Unternehmen geduldete falsche Praktiken (26 %)“ auf. (Quelle: Infor.Mo – Überwachungssystem für tödliche und schwere Arbeitsunfälle)

Lesen Sie das Dokument, aus dem dieser Artikel entnommen ist.

Infor.Mo., Überwachungssystem für tödliche und schwere Arbeitsunfälle, „Arbeitsunfälle im Bauwesen: Merkmale, Ursachenfaktoren, Präventionsmaßnahmen“, Datenblatt Nr. 18, Ausgabe 2022.

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“ Infortuni in edilizia: caratteristiche, fattori causali, misure preventive” - [ 593 KB - pdf ]