Materialien und Dauerhaftigkeit – Edelstahl

Nichtrostende Stähle, auch Edelstähle (vom französischen inoxydable) oder Stainless Steel (engl. „fleckenfreier Stahl“) genannt, sind Werkstoffe, die in bestimmten Umgebungen eine höhere Korrosionsbeständigkeit aufweisen als herkömmliche unlegierte Stähle (z. B. Kohlenstoffstahl).

Diese Eigenschaft ist im Wesentlichen auf den sehr geringen Kohlenstoffgehalt (≤ 0,07 %) sowie auf das Vorhandensein von Chrom (Mindestgehalt ≥ 12 %) zurückzuführen. Chrom reagiert – gemeinsam mit weiteren Legierungselementen (z. B. Nickel) – mit der Umgebung und bildet eine dünne, stabile Oxidschicht, die als Schutzbarriere wirkt und unter bestimmten Bedingungen eine hohe Korrosionsbeständigkeit gewährleistet.

Je nach Gefügestruktur werden nichtrostende Stähle in folgende Hauptgruppen unterteilt:

Edelstahl – immer eine Garantie?

Nein. Es wäre ein schwerwiegender Irrtum anzunehmen, dass nichtrostende Stähle unter allen Umgebungsbedingungen eine hohe Korrosionsbeständigkeit gewährleisten.

Die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter:

Es ist außerdem hervorzuheben, dass Korrosion bei nichtrostenden Stählen häufig andere Erscheinungsformen annimmt als bei unlegierten Stählen, bei denen sich meist gut sichtbare, rötliche Korrosionsprodukte bilden.

Bei genauer Betrachtung können Korrosionserscheinungen an Edelstahl sehr unterschiedlich auftreten. Besonders kritisch sind lokalisierte Korrosionsformen, die zur Bildung von Rissen, Lochfraß oder Spaltkorrosion führen können.

Schlussfolgerung

Bereits in der Planungsphase eines Absturzsicherungssystems ist es von entscheidender Bedeutung, die Produkte – und insbesondere die Werkstoffe – korrekt in Abhängigkeit von der Umgebung und den Randbedingungen auszuwählen.

Ebenso prioritär ist die Überwachung des Zustands von Anschlageinrichtungen und Absturzsicherungssystemen durch regelmäßige Inspektionen, die von qualifiziertem Fachpersonal gemäß den vom Hersteller vorgegebenen Intervallen durchzuführen sind.
Abhängig vom Inspektionsergebnis und vom Fortschritt festgestellter Korrosionserscheinungen kann es erforderlich sein, geschädigte Bauteile zu ersetzen.