Von den über 500 tödlichen Arbeitsunfällen, die sich 2017 ereigneten, wurden mehr als 30 % durch Stürze aus der Höhe verursacht.

Das Risiko eines Sturzes aus der Höhe ist besonders hoch bei Bauarbeiten auf Baustellen sowie bei Wartungsarbeiten – sowohl an Wohngebäuden, aber vor allem an industriellen Maschinen. Daher ergibt sich die Notwendigkeit, das Personal durch den Einsatz von Absturzsicherungssystemen zu schützen, die speziell dafür konzipiert sind, das Risiko eines Sturzes bei Arbeiten in bestimmten Höhen zu verhindern und zu begrenzen.

Insbesondere im industriellen Sektor ist es wichtig, Absturzsicherungssysteme zu planen, die die Bedingungen berücksichtigen, unter denen die Auswahl der Geräte erfolgt, und die optimal zur Lösung der bestehenden Herausforderungen geeignet sind.

Die Probleme, die häufig in industriellen Umgebungen auftreten, sind:

Zur Lösung dieser Probleme stehen verschiedene Absturzsicherungslösungen zur Verfügung, die je nach Bedarf eingesetzt werden können.

Zunächst sollte auf starr montierte Schienensysteme zurückgegriffen werden, die den Freiraum minimieren (wenn sie richtig mit Auffanggurten kombiniert werden), sodass die Sicherheit nicht durch begrenzte Platzverhältnisse beeinträchtigt wird, die durch Maschinen, Material oder andere Hindernisse unter dem Arbeiter entstehen.

Wenn diese Schienen zudem geometrisch optimal gestaltet sind, kann die Ansammlung von Schmutz und Staub minimiert werden, sodass das Laufwerk selbst beim Durchgang unerwünschte Partikel entfernt, dank der schräg angelegten Führungsschienen, die Stabilität und Sicherheit vereinen.

Oft kommt es auch vor, dass in Umgebungen mit potenziell explosiven Atmosphären (ATEX) die Staubansammlung diese Situation verschärfen könnte.

Daher ist es, auch wenn dies vermieden werden sollte, sinnvoll, das System, wo erforderlich, mit geeigneten Vorkehrungen auszustatten, sodass sich keine elektrostatischen Ladungen ansammeln und das gegenseitige Gleiten von Metallteilen keine Funken erzeugt, die potenziell explosive Atmosphären entzünden könnten – Funken, die oft mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

Zusätzlich kann dem System eine dritte Eigenschaft hinzugefügt werden: die Möglichkeit, zwei Laufwerke unabhängig voneinander zu betreiben. Dadurch wird nicht nur die Nutzung erleichtert (zwei Arbeiter können gleichzeitig arbeiten, ohne sich gegenseitig zu stören), sondern es können auch geeignete Rettungssequenzen für den Notfall vorgesehen werden, dank einer Führungsbahn, die ausschließlich für diese Phasen genutzt wird und unabhängig von der Bahn des verunfallten Arbeiters ist.

Schließlich ist es entscheidend, über geeignete Tragstrukturen für die Geräte zu verfügen. Wie erwähnt, ist in industriellen Unternehmen oft eine Vielzahl von technischen Anlagen vorhanden, die die Befestigung der Geräte erschweren, insbesondere wenn die Befestigungsabstände gering sind. Daher ist es wichtig, eine Schiene mit einem Querschnitt zu haben, der die vorgeschriebenen Halteanforderungen erfüllt und gleichzeitig die Montage durch die selbsttragende Eigenschaft der Schiene erleichtert, wobei Befestigungsabstände von mindestens 6–8 Metern möglich sind, um Flexibilität zu gewährleisten, ohne die Ergonomie bei Transport und Installation zu beeinträchtigen.

Solche Strukturen werden in vielen Bereichen eingesetzt, insbesondere bei Lade- und Entladebereichen, wo der Arbeiter auf den LKW klettern muss, um Anlagen anzuschließen, bei Fassadenwartungen oder vertikalen Begrünungsflächen sowie bei der Wartung von Maschinen, die zwar relativ niedrig, aber dennoch hoch genug sind, um ein Absturzrisiko darzustellen.

Innovation und Sicherheit von Absturzsicherungssystemen – 1
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