Das Absturzsicherungssystem, das zum Schutz von Arbeitnehmern bei Arbeiten in der Höhe konzipiert ist, lässt sich grundsätzlich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Geländer (Parapette) und Lifelines (Seilsicherungssysteme).
Erstere sind kollektive Schutzmaßnahmen, vergleichbar mit Geländern, deren Funktion darin besteht, den Körper eines oder mehrerer Arbeitnehmer mechanisch zurückzuhalten und einen Absturz zu verhindern.
Letztere hingegen sind Systeme mit variabler Geometrie, die speziell dafür entwickelt wurden, sich an die baulichen Gegebenheiten der Dachfläche anzupassen, auf der sie installiert werden.
Geländer werden in der Regel in den Bereichen installiert, in denen ein Absturzrisiko besteht, meist entlang der äußeren Dachkanten und Traufen.
Ihre Rückhaltefunktion sowie ihre randnahe Positionierung machen sie trotz konstruktiver Verbesserungen ästhetisch stark wahrnehmbar. Dieser Aspekt stellt tatsächlich eines der Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen den beiden genannten Absturzsicherungssystemen dar.
Während Geländer aufgrund ihrer Geometrie und Lage von außen klar erkennbar sind, erscheinen Lifelines deutlich diskreter, obwohl sie eine nahezu identische Schutzfunktion erfüllen.
Der Markt ist heute zunehmend auf Lösungen ausgerichtet, die eine Balance zwischen ästhetischen Anforderungen, deren Bedeutung stetig zunimmt, und wirtschaftlichen Aspekten, die stets im Fokus stehen, ermöglichen.
Ein weiteres wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Systemen liegt im wirtschaftlichen Investitionsaufwand, der für deren Umsetzung erforderlich ist.
Während Lifelines eine Sicherung von Dachflächen und speziellen Arbeitsbereichen mit begrenztem Budget ermöglichen, ist die Situation bei Geländern deutlich anders, auch aufgrund einer aufwendigeren Logistik- und Lieferkette.
Hinzu kommen die Installationskosten, die häufig den Einsatz von Hebe- und Positioniergeräten erfordern, wodurch sich die bereits bestehende wirtschaftliche Differenz zwischen den Systemen weiter vergrößert.
Marktanalysen zeigen daher eine klare Trendverschiebung im Vergleich zu den frühen 2010er-Jahren: Infolge einer sich langsam erholenden Wirtschaftslage und eines gesteigerten architektonischen Anspruchs haben Lifelines einen deutlich höheren Marktanteil erlangt. Geländer hingegen behalten ihre führende Rolle vor allem in industriellen Bereichen, in denen alternative Lösungen weder planerisch noch strukturell realisierbar sind.