Wenn es um die Vermeidung von Abstürzen aus der Höhe geht, ist die wirksamste und empfohlene Wahl immer dieselbe: kollektiver Schutz vor persönlicher Schutzausrüstung.
Das Geländer ist eines der wichtigsten kollektiven Schutzsysteme, da es eine dauerhafte oder semi-dauerhafte physische Barriere zwischen dem Bediener und dem Absturzrisiko schafft und dadurch die Abhängigkeit von Verfahren, Schulungen und dem korrekten Anlegen der PSA drastisch reduziert.

SPIDER plant, produziert, installiert und wartet Absturzsicherungs-Geländersysteme für Dächer, Terrassen, technische Anlagen und Verkehrswege in der Höhe. Wir bieten Lösungen, die den einschlägigen Normen entsprechen, in den architektonischen Kontext integriert sind und an die realen Einsatzbedingungen angepasst werden.

Wozu dient ein Geländer?

Ein Geländer dient dazu:

  • das Abstürzen von Personen an ungeschützten Kanten zu verhindern (Dächer, Terrassen, Laubengänge, Laufwege, technische Plattformen);
  • bei Zugängen und Wartungsarbeiten an Anlagen und Bauteilen in der Höhe zu schützen (z. B. RLT-Geräte, Photovoltaik, Lichtkuppeln, Dachrinnenbereiche, Schornsteine);
  • das Restrisiko auch bei Ausrutschen oder Verlust des Gleichgewichts zu reduzieren.

In vielen Einsatzbereichen – insbesondere auf Dächern mit häufigem Zugang – stellt das Geländer auch aus organisatorischer Sicht die effizienteste Lösung dar: Einmal installiert und ordnungsgemäß gewartet, vereinfacht es die Arbeitsorganisation und begrenzt die Exposition gegenüber Risiken.

Permanentes oder temporäres Geländer: Was ist der Unterschied?

Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen:

  • permanenten Geländern: fest am Bauwerk installiert, für eine lange Lebensdauer ausgelegt und für eine kontinuierliche Nutzung vorgesehen;
  • provisorischen/temporären Geländern: typisch für Baustellen (temporäre Schutzsysteme), werden nach Abschluss der Arbeiten entfernt und unterliegen anderen Vorschriften (nicht Gegenstand dieser Seite).

Diese Unterscheidung ist wesentlich, da Normen, Prüfungen und Verifikationskriterien nicht übereinstimmen.

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Normen für Geländer: die 3 wichtigsten Regeln, die man kennen muss

1) Technische Normen für Bauwerke (NTC) – Lasten und statische Nachweise

Die NTC (D.M. 17. Januar 2018) regeln unter anderem die Einwirkungen, die bei der Planung von Bauteilen zu berücksichtigen sind – einschließlich der in Bauwerken installierten Geländer.
Für Geländer (bzw. den oberen Holm/Handlauf) werden lineare horizontale Lasten angesetzt, die auf der Höhe der oberen Kante wirken und für lokale Nachweise verwendet werden.

In der Praxis muss ein NTC-konformes Geländer nachweisen, dass es bestimmten horizontalen Einwirkungen standhält – abhängig von der Nutzungskategorie des Bauwerks. Das ist besonders entscheidend, wenn das Geländer ein integraler Bestandteil der Sicherheit eines Gebäudes oder einer Infrastruktur ist.

2) UNI EN ISO 14122-3:2016 – Geländer und Schutzvorrichtungen an Maschinen und Anlagen

Die UNI EN ISO 14122-3:2016 ist eine technische Norm für die Maschinensicherheit und legt Anforderungen an Treppen, Leitern und Geländer/Guardrails als permanente Zugänge zu Maschinen oder Anlagen fest.
Im Bereich von Dächern und technischen Anlagen wird diese Norm häufig als Referenz genutzt für:

  • geometrische und funktionale Anforderungen an Geländer entlang von Zugangswegen;
  • Planung von Schutzvorrichtungen auf Stegen und Laufwegen;
  • industrielle und instandhaltungsbezogene Anwendungen, bei denen Geländer Teil des permanenten Zugangssystems sind.

3) UNI 11996:2025 – permanente Absturzsicherungs-Geländer (neuer nationaler Referenzstandard)

Die UNI 11996:2025 ist die aktuellste italienische Norm, die speziell den permanenten Absturzsicherungs-Geländern gewidmet ist. Sie definiert Sicherheitsanforderungen, Prüfverfahren und Einsatzbedingungen für Geländer zum Schutz vor Absturz an Gebäuden, Infrastrukturen und Dächern.
Die Norm ist seit dem 27. November 2025 verfügbar.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die UNI 11996:2025:

  • auf Geländer als permanente kollektive Absturzschutzsysteme fokussiert ist;
  • Kriterien und Prüfungen festlegt, die auf die reale Nutzung ausgerichtet sind;
  • keine Geländer behandelt, die für Fahrzeug- oder Gerätestöße ausgelegt sind, und auch nicht den Schutz vor dem Abrutschen loser Materialien (Schnee, Schüttgut usw.).

Für Unternehmen und Planer bedeutet dies einen klaren, spezifischen technischen Referenzrahmen – nützlich sowohl in der Planungsphase als auch für Inspektionen und das langfristige Management.

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Planung, Montage und Wartung: der SPIDER-Ansatz

Für SPIDER ist ein Geländer kein „Katalogprodukt“, das man zwanghaft anpasst: Es ist ein System, das aus einem strukturierten technischen Prozess entsteht.

1) Risikoanalyse und Definition der Anforderungen

  • Zugänge und Nutzungsfrequenz
  • Art der Nutzer (Instandhalter, Bediener, Fremdfirmen)
  • architektonische und strukturelle Randbedingungen
  • relevante Normen (NTC / UNI EN ISO 14122-3 / UNI 11996)

2) Planung des Systems

  • Auswahl der Konfiguration
  • Konstruktionsdetails und Befestigungen
  • Materialien und Oberflächen
  • Integration mit anderen kollektiven Schutzsystemen (Seilsicherungssysteme, Stege, Treppen, Netze, Lichtkuppeln)

3) Fachgerechte Montage

  • Montage auf geprüftem Untergrund
  • Rückverfolgbarkeit der Arbeiten
  • Einhaltung der Planungsdetails

4) Wartung und Inspektionen

„Permanente“ Sicherheit gibt es nur, wenn das System über die Zeit hinweg effizient bleibt. Deshalb bietet SPIDER geplante Wartung und regelmäßige Prüfungen, mit besonderem Fokus auf:

  • Korrosion und Verschleiß
  • Stabilität der Befestigungen
  • Änderungen am Gebäude oder der Dachkonstruktion
  • Stöße, Verformungen, Beschädigungen
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