Bei der Nutzung eines auf der Dachfläche installierten Absturzsicherungssystems ist es häufig erforderlich, sich über eine Strecke von deutlich mehr als zwei Metern vom Anschlagpunkt zu entfernen. Aus diesem Grund ist das herkömmliche Verbindungsmittel mit Falldämpfer von 2 m Länge nicht mehr ausreichend, um unter sicheren Bedingungen zu arbeiten.
Zur Lösung dieses Problems können zusätzliche PSA eingesetzt werden, wie beispielsweise das mitlaufende Auffanggerät. Dieses System besteht aus einem Seil, dessen Material und Durchmesser je nach Hersteller variieren, sowie aus einem beweglichen, selbstblockierenden Läufer, der mit dem Auffanggurt des Anwenders verbunden wird.
Die Besonderheit dieses Geräts liegt darin, dass es den Anwender automatisch begleitet, ohne dass bei Aufwärtsbewegungen eine manuelle Einstellung erforderlich ist, während es sich im Falle eines Sturzes selbsttätig blockiert. Dadurch wird die Ergonomie des Systems erheblich verbessert, da der Anwender mit beiden Händen frei arbeiten kann.
Darüber hinaus sorgt die kontinuierliche Anpassung der Seillänge für eine ständige Spannung zwischen Anschlagpunkt und Auffanggurt, was eine bessere Wahrnehmung des Arbeitsbereichs ermöglicht und sichere Rückhaltebedingungen gewährleistet.
Das mitlaufende Auffanggerät unterliegt der EU-Verordnung über persönliche Schutzausrüstungen und trägt daher die CE-Kennzeichnung. Es entspricht der harmonisierten Norm EN 353-2, welche die technischen Anforderungen und Konstruktionsvorgaben festlegt. Insbesondere ist dieses System für Rückhaltesysteme oder für den Auffang begrenzter Stürze (unter 60 cm) ausgelegt.
Wie alle PSA für Arbeiten in der Höhe darf dieses Gerät ausschließlich von entsprechend geschultem und unterwiesenem Personal verwendet werden, unter Einhaltung der Herstellerangaben. Ebenso wichtig ist die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit durch geplante Wartungs- und Prüfmaßnahmen, die gemäß der PSA-Verordnung mindestens einmal jährlich durchzuführen sind.